Über mich

Lorem ipsum dolor

Wie alles begann
„Die sind ja ganz schön eitel!“ Das war mein erster Gedanke über die anderen Athleten als ich 1995 meine „Triathlon-Karriere“ startete. Als damaliger Vollblut-Fußballer hatte ich wenig übrig für High-Tech-Rennräder, braune Beine, auf denen sich die Länge der Natur-Radlerhose in Weiß abhob, und Ganzkörperrasur. Ein Mitspieler hatte mich und sechs weitere Mannschaftskollegen für diesen Jedermann-Triathlon (600 m Schwimmen / 20 km Radfahren / 5 km Laufen) in Saerbeck angemeldet. Da ich als Mittelfeldspieler stets zu den konditionsstärksten in meiner Mannschaft zählte (Spitzname: Italian Stallion oder auch Pferdelunge), gerne Fahrrad fuhr und mich auch für einen ganz guten Schwimmer hielt, hatte ich sofort zugesagt. Eine „Ausrüstung“ war natürlich nicht vorhanden. Mit einer Schwimmbrille, einer Badehose, einem geliehenen Rad-Helm, meinem voll verkehrstauglichen Kettler-Alu-Rad und ein paar Samba-Turnschuhen reiste ich an. Bei der Anmeldung fragte eine nette junge Dame nur: „kurz oder lang?“ Wie jetzt? Was sollte ich davon halten? Nachdem sie meine Verlegenheit erkannte und mich als Rookie identifizierte, klärte sie mich auf, dass sie nur wissen wolle, ob ich einen kurz- oder langärmeligen Neoprenanzug im Wettkampf tragen werde, um die Armbeschriftung dementsprechend vorzunehmen. Ach so!

Mittlerweile habe ich alle Gewohnheiten und Eigenarten eines Triathleten angenommen, die ich früher belächelt, ja sogar verspottet habe. Abtrocknen oder gar Umziehen in der Wechselzone sind tabu, auch wenn es noch so kalt und ungemütlich ist. Auch das Anziehen von Socken kostet wertvolle Sekunden, wofür die eine oder andere Blase am Fuß billigend in Kauf genommen wird. Radschuhe schon vorher in die Pedalen geklickt und Turnschuhe mit Hosengummis statt mit Schnürsenkel reduzieren weiter kostbare Wechselzeiten. Das geht ja alles noch, wenn man bedenkt, dass es zielorientiert ist. Wozu aber bitte eine Beinrasur? Hatte ich mir doch bisher bei so manchem Wettkampf den inoffiziellen Titel als „schnellsten behaarten Triathleten“ verpasst, bin ich nun selbst dem Unten-Ohne-Kult verfallen. Und warum? Ich weiß es nicht! Vielleicht, weil es alle machen oder weil Triathlon eben doch schlummernde Eitelkeiten weckt. Schneller macht das jedenfalls nicht! Und dass es Haarwurzelentzündungen vorbeugen soll, ist auch nur ein blödes Gerücht. Und lästig ist die wöchentliche Rasur in den Sommermonaten auch noch. Meine Frau versucht mich jedes Jahr wieder davon abzuhalten, da es „unmännlich“ sei. Ich bin ja auch kein Mann, ich bin Triathlet! Nur die weiße „Natur-Radlerhose“ auf den Oberschenkeln kann ich immer noch nicht leiden, bleibt aber nicht aus, da das Radfahren in der Sonne schließlich einen großen Teil des Trainings ausmacht.

Auf der Suche nach weiteren Zeitersparnissen landet man unweigerlich beim Material. Oder sollte ich lieber sagen „bei der Materialschlacht“? Auch ich habe mittlerweile diesen Virus in mir. Versuche, mit rationalen Überlegungen neues Equipment abzulehnen, weil es schließlich nur ein paar Hundertstel bringt, scheitern immer öfter. Dass das Training verbessert, die Sitzposition auf dem Fahrrad verändert oder die Ernährung umgestellt werden sollte ist alles nicht so entscheidend, wenn der Triathlet seinen Verstand ausschaltet. Also habe auch ich mich dazu hinreißen lassen, mir eine Zeitfahrmaschine zuzulegen, in der Hoffnung, zwei Sekunden auf der Olympischen Distanz schneller zu sein. Ständig muss ich jetzt in der Wechselzone vor dem Wettkampf Fragen beantworten, ob „der Renner etwas bringt“. Wahrheitsgemäß antworte ich dann meistens: „Nein, aber er sieht total geil aus!“ Das wird mir irgendwie nicht abgenommen. Warum? Das verstehe ich auch nicht. Ich bin angekommen im Triathlon-Sport!

Persönliche Daten
Geburtstag: 5. August 1968
Wohnort: Ahrensburg
Beruf: Professor für Medizinische Gerätetechnik
Verein: SV Großhansdorf

Für Zahlenfreaks (Bestzeiten)
Schwimmen: 14:26 min im 1000 m Test (25 m Bahn, 2009)
Radfahren: 57:44 min über ca. 40 km (schnellster Radsplit aller Teilnehmer beim Hamburg Triathlon 2013)
Laufen: 9:44,91 min über 3000 m in der Halle (Hamburg, 2011)
Laufen: 34:14 min über 10 km auf der Straße (Kiel, 2013)
Laufen: 1:16,23 h im Halbmarathon (Bad Oldesloe, 2011)

Sportliche Entwicklung
2013 – heute
Kreismeister AK45 im Crosslauf in Bad Oldesloe.
Kreismeister offene Klasse im Halbmarathon in Bad Oldesloe (1:22,26 h).
Landesmeister AK45 im 10 km Straßenlauf in Kiel (34:14 min).
Vize-Landesmeister offene Klasse im Kurztriathlon in Lübeck (2:02,26 h).
Landesmeister offene Klasse über die Sprintdistanz in Heiligenhafen (59:50 min).
Deutscher Meister AK45 im Kurztriathlon in Düsseldorf (1:53,13 h).
2013 Weltmeister AK45 im Kurztriathlon in London (1:50,21 h).

2010 – 2012
Hallen-Landesmeister AK40 über 3000 m auf der Bahn in Hamburg (9:52,37 min) .
Landesmeister AK40 im 10 km Straßenlauf in Scharbeutz (34:47 min).
2012 Gesamtsieger Kurztriathlon in Saerbeck, Münsterland (1:53,50 h).
2012 – heute Landesliga SH und Regionalliga Nord als Mitglied im Triathlon Team des TSV Bargteheide.
Vize-Kreismeister offene Klasse im Halbmarathon in Bad Oldesloe (1:16,23 h).
Vize-Kreismeister offene Klasse im Marathon in Hamburg (3:01,42 h).
Hallen-Landesmeister AK40 über 3000 m auf der Bahn in Hamburg (9:44,91 min).
1. Platz Regionalliga Nord Kurztriathlon in Güstrow (1:55,18 h).
2011 Gesamtsieger Kurztriathlon in Rostock/Warnemünde (1:51,52 h).
Kreismeister offene Klasse im Halbmarathon in Bad Oldesloe (1:18,31 h).
Landesmeister offene Klasse Triathlon Kurzdistanz in Norderstedt (1:57,27 h).
2010 Ironman Hawaii (10:22,31 h).

2000 – 2009
2009 Landesmeister AK40 über die Mitteldistanz in Ratzeburg (4:21,28 h).
2009 – 2010 Regionalliga Nord als Mitglied im Triathlon Team der TS Harburg.
Vize-Kreismeister offene Klasse im Halbmarathon in Bad Oldesloe (1:21,09 h).
2008 Vize-Landesmeister AK40 über die Mitteldistanz in Ratzeburg (4:20,43 h).
Kreismeister offene Klasse im Halbmarathon in Bad Oldesloe (1:18,44 h).
2007 10. Platz AK35 Triathlon Weltmeisterschaft in Hamburg (2:06,58 h).
2005 – 2008 Regionalliga Nord als Mitglied im Triathlon Team der HSU Hamburg.
Kreismeister offene Klasse im Halbmarathon in Bad Oldesloe (1:21,07 h).
Mein erster Ironman in Klagenfurt (11:58,13 h).
2001 Meine erste Mitteldistanz in Harsewinkel, NRW (4:53,10 h).
Meine erste Kurzdistanz in Travemünde (2:25,47 h).
2000 Eintritt in die Triathlonabteilung des SV Großhansdorf.

1968 – 1999
1997 Mein erster Marathon in Hamburg (3:54,18 h).
1995 Mein erster Triathlon über die Sprintdistanz in Saerbeck, Münsterland (1:18,06 h).
1975 – 1998 Fußball im Landkreis Osnabrück beim SV Condordia Belm-Powe und später bei Blau-Weiß Schinkel (höchste Spielklasse bis Landesliga).

Wettkampfstatistiken

Nachdem ich im Frühjahr 2022 eigentlich die gesamte Saison aufgrund einer Knie OP abhaken wollte, verlief die Reha unerwartet gut, sodass ich doch noch den ein oder anderen Wettkampf machen kann.

3

Siege

11

Podiumsplätze

27

Teilnahmen

2

Auszeichnungen

Nachschlag gefällig? - Deutsche Triathlon Meisterschaft in Hannover am 3. September 2022

Drei Wochen nach den Europameisterschaften über die Sprintdistanz fanden am Samstag die Deutschen Meisterschaften über die Olympische Distanz in Hannover statt. Natürlich war ich super motiviert, als Europameister auch bei der DM zu starten. Doch ein wenig Skepsis war aus zwei Gründen auch mit am Start: Erstens hatten wir direkt nach den European Championships in München zwei Wochen Urlaub gemacht. Und zweitens habe ich seit einem Jahr keinen Tempodauerlauf von mehr als 5 km gemacht. Würde es also für dieses Format reichen?

Ich hatte keine Chance – und die habe ich genutzt, Triathlon Europameisterschaften in München am 14. August 2022

Vom 11. bis zum 21. August fanden die European Championships in München statt. Ein Multisportevent, bei dem in neun verschiedenen Sportarten die Europameister gesucht werden. Als einzige Sportler haben auch die Altersklassen-Athleten im Triathlon die Ehre, über die Sprintdistanz um die Medaillen zu kämpfen. Das besondere für mich: Zum ersten Mal nehme ich an einer Meisterschaft teil, bei der das Radfahren im Windschatten (Drafting) erlaubt ist. Bei solchen Drafting-Rennen haben die guten Schwimmer einen großen Vorteil, weil sie sich beim Radfahren in Gruppen absetzen können. Da ich nicht unbedingt als Überschwimmer bekannt bin, hatte ich keine Chance – eigentlich.